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Fakten und Zahlen Urban Mining

Die wichtigsten Fakten und Zahlen zum Thema Urban Mining auf einen Blick:

Urban Mining - Die Stadt als Rohstoffmine

Rohstoffe werden weltweit knapp und die Abfallberge immer grösser. Mit Urban Mining wird die Baustelle als Rohstoffmine genutzt. Dies funktioniert ganz einfach, indem Bauabfälle werterhaltend wiederverwendet statt verschwendet werden. 

Der grösste Abfallstrom der Schweiz

  • Die Bauabfälle bilden den grössten Abfallstrom der Schweiz. Die jährlich in der Schweiz anfallende Menge entspricht einem Zug von 16'000 km Länge. Dies ist eine Strecke vom Nordkap bis nach Südafrika!
  • Alleine aus dem Rückbau von Gebäuden fallen jährlich 7.5 Millionen Tonnen Bauschutt an. Im Vergleich zum Haushaltskehricht ist das mehr als das Doppelte!

Baustoffkreislauf Haus

Der Baustoffkreislauf hat heute noch grosses Potential:
< 10 % Zirkulär
50 % Downcycling
40 % Deponie

  • Um den Abfallstrom zu beseitigen, müssen sämtliche Rückbaumaterialien werterhaltend (kein downcycling) im Kreislauf gehalten werden. 
  • "Downcycling ist ein Prozess, bei dem Materialien in neue Materialien von geringerer Qualität und/oder reduzierter Funktionalität umgewandelt werden." Definition der Ellen Mac Arthur Foundation
  • Pro Jahr fallen in der Schweiz 7.5 Mio Tonnen Bauschutt von Häusern an. Gleichzeitig werden rund 26 Mio Tonnen Sand und Kies für neue Häuser verbaut. Wenn sich jeder dritte Bauherr komplett für zirkuläre Baustoffe entscheidet, kann der Baustoffkreislauf geschlossen werden!

Zirkuläre Baustoffe

  • Zirkuläre Baustoffe bestehen aus maximalen Sekundärrohstoffanteilen und haben weder bezüglich Qualität noch Funktionalität Einschränkungen gegenüber Primärbaustoffen. Zudem haben sie einen tieferen CO2 Ausstoss als vergleichbare Primärbaustoffe.
  • Durch den Einsatz von zirkulären Baustoffen kann die Qualität der Bausubstanz hoch, d.h. auf gleichem Niveau gehalten werden. So wird es auch für die nächsten Generationen möglich, mit den gleichen Steinen zu bauen, wie wir heute.

Normen/Gesetze

  • Sämtliche Normen sind vorhanden, um mit zirkulären Baustoffen zu bauen. 
  • In der Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen VVEA ist die Wiederverwendung von Bauschutt festgeschrieben. Zudem wird der Einsatz von Sekundärrohstoffen in der Bauprodukteverordnung gesetzlich gefordert.

Ressourcen

  • Die Bauindustrie verschlingt weltweit die grössten Mengen natürlicher Ressourcen. Dies führt dazu, dass Sand und Kies bereits heute in vielen Regionen der Welt knapp werden.
  • Mit dem Urban Mining Ansatz kann die Sand- und Kiesknappheit entschärft werden. Heute ist die Technologie soweit ausgereift, dass aus Bauschutt neuer Sand und Kies hergestellt werden kann, der in allen Belangen den Primärressourcen ebenbürtig ist.
  • Pro Jahr verbauen wir alleine in der Schweiz mehr als 40 Mio Tonnen Sand und Kies für den Bau von Strassen, Tunnels, Brücken, Häusern, etc.